6 Merkmale - Woran du guten Musikunterricht erkennst

Guter Musikunterricht

Du möchtest Musikunterricht nehmen und weißt nicht genau, worauf es dabei ankommt und was du bei deiner Wahl beachten solltest? In diesem Artikel lernst du anhand von sechs Merkmalen guten Musikunterricht zu erkennen. 

Die Lehrkraft ist fachlich kompetent und verfügt über eine pädagogische Ausbildung

Guter Musikunterricht hängt vor allem von den Kompetenzen und dem Handeln der Lehrkraft ab. Nur wenn die Lehrkraft ein Instrument wirklich beherrscht, kennt sie alle Probleme und Feinheiten und weiß, worauf es bei diesem Musikinstrument ankommt. Außerdem sollte die Lehrkraft in der Lage sein, ihr Können und Wissen zu vermitteln. Zugegeben, für einen Laien ist beides durchaus schwer auf Anhieb zu erkennen. Orientierung kann dir dabei die Ausbildung der Lehrkraft geben. Dein Lehrer sollte Musikpädagogik studiert und Erfahrung als aktiver Musiker haben oder zumindest über ein abgeschlossenes künstlerisches Musikstudium mit einer zusätzlichen pädagogischen Befähigung verfügen.

Eine Qualitätsmerkmal ist die Mitgliedschaft der Lehrkraft bzw. der Musikschule beim deutschen Tonkünstlerverband. Der Tonkünstlerverband ist der älteste und größte Berufsverband für Musiker und Musikpädagogen. Eine qualifizierte Ausbildung (i. d. R. ein Hochschulabschluss) zum Musiker oder Musikpädagogen ist eine zwingende Voraussetzung für die Mitgliedschaft.

Tipp: Frage deine Lehrkraft nach ihrer Ausbildung und lasse dir Abschlussurkunden und Diplome zeigen. Du solltest es unbedingt vermeiden, Unterricht bei Hobbymusikern oder reinen Autodidakten zu nehmen. Die Gefahr ist groß, dass du dir technische Fehler angewöhnst, die du später nur schwer oder gar nicht wieder wegbekommst. 

Es werden Probestunden und eine Probezeit angeboten

Neben den fachlichen Qualifikationen und Kompetenzen solltest du auch auf die sog. weichen Faktoren achten. Damit sind insbesondere eine lernförderliche Umgebung und ein freundlicher, respektvoller Umgang gemeint. Um herauszufinden, ob zwischen der Lehrkraft und dir die „Chemie stimmt“, solltest du nach einer unverbindlichen Probestunde fragen.

Bei einem seriösen Anbieter sollte das kein Problem sein. Bei einigen wird dieser Service sogar kostenlos angeboten und zusätzlich eine Probezeit im Unterrichtsvertrag vereinbart. So kannst du ohne Risiko testen, ob der Musikunterricht deinen Vorstellungen und Wünschen entspricht.

Der Unterricht ist strukturiert und beginnt immer pünktlich

Die Lehrkraft sollte dafür sorgen, dass du immer weißt, „wofür ihr das tut, was ihr gerade tut“. Der Unterricht sollte außerdem einen möglichst hohen Anteil an echter Lernzeit haben. Damit ist gemeint, dass die Lehrkraft mit dem Unterricht pünktlich beginnt, dafür sorgt, dass ergebnisreich gearbeitet wird und nur so viel Zeit wie absolut nötig für „Organisationskrams“ verwendet wird. 

Es wird Praxis und Theorie vermittelt

Gute Musiktheorie-Kenntnisse sind sehr praktisch. Von besonderer Bedeutung ist hierbei das Notenlesen. Ja, es gibt Anbieter, die damit werben, dass man „Klavier spielen auch ganz ohne Noten“ lernen kann. Wer sich dafür entscheidet, das Notenlesen nicht zu erlernen, der endet über kurz oder lang an einem Punkt, der das Erlernen weiterer Musikstücke und die Weiterentwicklung seiner praktischen Musikausübung unmöglich macht. Noten sind die Anleitung zu einem Musikstück. Wer diese Anleitung nicht lesen kann, wird schon bald an Grenzen stoßen. Guter Musikunterricht verbindet deshalb Theorie und Praxis. 

Du machst regelmäßig Fortschritte und freust dich auf den Unterricht

Das beste Kriterium für einen guten Musikunterricht ist, wenn du regelmäßig Lernerfolge hast und Fortschritte machst. Das bedeutet nämlich, dass dein individueller Lernprozess im Fokus des Unterrichts steht und dass die Lehrkraft die für dich richtigen Methoden und Übungen einsetzt. Du bist deshalb motiviert und kommst gerne zum Musikunterricht.

Guter Unterricht hat seinen Preis

Guter Musikunterricht wird durch hoch qualifizierte Lehrkräfte erbracht und kann nicht kostengünstig in großen Mengen hergestellt werden. Sicherlich, es gibt immer jemanden, der es billiger macht. Du solltest dich dabei aber unbedingt fragen, woran das liegt. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es nun mal, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.